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Chronik der SG 1893 Hiltpoltstein

Schützenverein Wappen

Wie schon der Vereinsname besagt, geht die Gründung auf das Jahr 1893 zurück. Der junge Verein nannte sich zuerst "Zimmerstutzenclub", zwischenzeitlich auch "Schützenverein Hiltpoltstein" und ab dem Jahre 1927 bis 1940 "Schützen- u. Kleinkalibersportverein 1893 Hiltpoltstein".

Leider fehlen von der Gründerversammlung entsprechende Unterlagen. Auch die eigentlichen Gründer sind bis auf Philipp Ziegler namentlich nicht mehr bekannt. Die ältesten noch vorhandenen Aufzeichnungen finden wir in einem Kassenbuch aus dem Jahr 1900. Aus dem Kassenbericht, unterzeichnet von Balthasar Heck, geht hervor, dass die Aufnahmegebühr beim Eintritt in den Verein eine Mark betrug und der Monatsbeitrag  30 Pfennige. Den Beitragseinnahmen zufolge hatte der Verein etwa 20 Mitglieder.

Im Vereinsbesitz befanden sich zwei Gewehre, die als alter und neuer Stutzen bezeichnet wurden. Diese Gewehre sind nicht mehr auffindbar. Es ist wohl anzunehmen, dass sie im Jahre 1945, bei der Entmilitarisierung Deutschlands durch die Alliierten eingezogen oder vernichtet wurden. Das Schießlokal war die Gastwirtschaft Dorn (heute Metzgerei Häfner) in Hiltpoltstein. Geschossen wurde mit 2 Zimmerstutzen auf einen provisorischen Schießstand, nämlich vom Gastzimmer aus durch den Flur in die Wirtschaftsküche, in der sich der Kugelfang in Form einer Eisenplatte befand. Dem Munitionsverbrauch nach zu urteilen, herrschte ein reger Schießbetrieb. Aber richtige Wettkämpfe oder Meisterschaften kannte man wohl noch nicht. Es wurde vielmehr großer Wert auf Geselligkeit gelegt. Ausgaben für Bälle, Christbaumverlosungen und Versteigerungen sowie Kränzchen und Freibier sind regelmäßig vermerkt. Eine Verbandszugehörigkeit ist ebenfalls nicht zu erkennen.

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